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Lasst euer Licht leuchten – Diakoniegottesdienst in Berlin und Lübben

Mitarbeitende berichten von Erfahrungen aus der Corona-Zeit

Mitschnitt des Diakoniegottesdienstes (Quelle: Zentrum Dreieinigkeit)

Pfarrer Thomas Spiegelberg spricht am Pult

In Lübben fand einer der Diakonie-Gottesdienste in der Paul-Gerhardt-Kirche statt (Foto: Fuchs)

Drei Frauen stehen am Pult und sprechen

Berichteten aus einem Corona-Tagebuch: (von links) Kristina Krüger, Birgit Kaselow und Natalya Zimina, Mitarbeiterinnen des JMD Lübben (Foto: Fuchs).

Dr. Johannes Feldmann, Vorsitzender des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg

Ehrte die Träger*innen der Kronenkreuze: Dr. Johannes Feldmann, Vorsitzender des Diakonischen Rates des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg (Foto: Diakoniewerk Simeon).

Innenraum der Dreieinigkeitskirche Berlin

75 Menschen fanden – aufgrund von Abstand – in der Dreieinigkeitskirche Berlin Platz (Foto: Diakoniewerk Simeon).

Blumenstrauß mit gelben Sonnen

Sonne satt: Mitarbeitende berichteten von leuchtenden Erfahrungen in der Corona-Zeit (Foto: Diakoniewerk Simeon).

„Was kann mehr leuchten als die Sonne?“, fragte Diakoniepfarrer Thomas Spiegelberg zu Beginn der diesjährigen Diakoniegottesdienste des Diakoniewerks Simeon. An zwei Terminen, am 4. September in der Gemeinde Dreieinigkeit Berlin, und am 6. September in der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lübben, gaben Mitarbeitende die Antwort.  

Nach dem Motto „Lasst euer Licht leuchten“ erzählten sie von ihren Erfahrungen während der Corona-Zeit. „Sie sind heute unsere Predigt. Es gibt kein schöneres Zeichen gelebter Nächstenliebe, als wenn ihr euer Licht leuchten lasst“, kündigte Thomas Spiegelberg an.

„Wir haben euch lieb!“ – Solidarität von innen und von außen

Über den Zusammenhalt im Team sprach beispielsweise Stefan Perkiewicz, Einrichtungsleiter im Pflegeheim Haus Elisabeth: „Wir konnten diese Zeit nur gemeinsam durchstehen – mit wunderbaren Kolleginnen und Kollegen: Pflegekräfte, Pflegefachkräfte, Hausmeister, Betreuungskräfte, Küchenmitarbeiter, Servicemitarbeiterinnen und auch alle anderen haben toll und unterstützend reagiert.“

Kerstin Rau-Schubert, Koordinatorin in der Pflege, hob die überwältigende Hilfe von außen hervor, die dem ganzen Team zeigte: „Wir sind nicht allein, das motiviert uns, täglich unser Bestes zu geben.“ Eines Tages war vor ihrer Einrichtung in Kreidebuchstaben zu lesen: Wir haben euch lieb! „Bis heute wissen wir nicht, wer das geschrieben hat, aber es hat gewirkt“, berichtete sie.

Ein Licht am Ende des Tunnels

Wo ein Wille ist, sei auch ein Weg, sagte Sofia Margariti, Mitarbeiterin im interkulturellen Frauen- und Familienzentrum To Spiti: „Wir wissen mittlerweile, dass wir durch persönliche Besuche mit Abstand, Telefonate und Erkundigung nach Gesundheit und psychischer Verfassung Trost gespendet und Orientierung gegeben haben.“

Dem schloss sich Stadtteilmutter Nadja Illigens an: „Wir waren und sind für Familien ein Licht am Ende des Tunnels.“

Kolleginnen des Jugendmigrationsdienstes teilten ihre Tagebuch-Erinnerungen aus dem Monat Mai: „Was für eine komische Zeit zwischen Stillstand und Chaos. Plötzlich sitze ich nicht mehr im Büro, sondern Zuhause und manage meine Arbeit am Laptop und Telefon, während meine Kinder zum fünften Mal fragen, wann ich endlich Feierabend habe“, so Kristina Krüger. Im Juli heißt es bereits hoffnungsvoller: „Ich habe das Gefühl, dass alles voran geht und die Situation klarer wird. Das macht mir Mut.“

Mut machen sollte auch das Gedicht von Marion Graßmann, Leiterin eines Ambulanten Dienstes. Darin heißt es:

„Liebe Leute seid doch heiter
und schenkt ein Lächeln mir, an jedem Tag.
Ich freue mich und geb‘ es weiter,
an jeden, der es gerne mag.“

Dank der Geschäftsführung

Sein Licht leuchten zu lassen – dazu ermutigte auch Geschäftsführerin Marion Timm alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
„Vielleicht kennen Sie solche Gedanken von sich selbst: Von der eigenen Leistung erzählen? Was mache ich schon besonders? Ich mache eben meinen Job.
Doch Sie alle haben eben nicht nur einen Job gemacht in den letzten Monaten, Sie haben tatsächlich Ihr Licht leuchten lassen. Mit unglaublich viel Empathie, Ruhe und Herz. Dafür möchte ich Ihnen allen heute danken!“

Kronenkreuz in Gold – neun Mal verliehen

Traditionell findet im Diakoniegottesdienst auch die Verleihung der Kronenkreuze in Gold statt. Neun Mitarbeitende erhielten in diesem Jahr diese Ehrung anlässlich ihrer 25-jährigen Dienstzeit. In Berlin waren es: Manuela Hielscher, Manfred Kattenbeck, Beate van Oel, Astrid Homburg, Gabi Vaith und Marion Seiffert, in Lübben Petra Boschan, Andrea Jung und Erika Kühnel.

Der Gottesdienst wurde umrahmt von Orgelmusik durch Jörg Fischer in Berlin und Tatjana Süß in Lübben sowie durch Gesang der Kinder aus der Kita Paul Gerhardt. Elemente zur Gestaltung der Kirchenräume fertigte die Werkstatt im Beschäftigungs- und Förderbereich der Eingliederungshilfe Simeon. Neben Thomas Spiegelberg sprach in Berlin Pfarrerin Nora Rämer.