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Stadtteilmütter in Neukölln

Das Projekt „Stadtteilmütter in Neukölln“ qualifiziert arbeitslose Mütter nicht deutscher Herkunft in einem 6-monatigen Kurs zu relevanten Themen der Erziehung, Bildung und Gesundheit.
Nach erfolgreichem Kursabschluss informieren und beraten die geschulten Stadtteilmütter andere Eltern in Neukölln. Jede Familie wird bis zu 10 x besucht und erhält mehrsprachige Informationen und Materialien zu den Themen von der Stadtteilmutter, die Aufklärung und Anregungen zur frühkindlichen Förderung geben und konkrete Hilfen im Bezirk aufzeigen.
Die Stadtteilmütter werden pädagogisch begleitet und sind entweder im Rahmen des Landesprogramms Stadtteilmütter in Berlin fest angestellt oder zeitweilig über eine Beschäftigungsmaßnahme, finanziert durch das JobCenter Neukölln, mit 30 Wochenstunden entlohnt im Projekt tätig. Die pädagogischen Fachkräfte koordinieren neben der kontinuierlichen Begleitung der Stadtteilmütter die Vernetzung mit den Bildungseinrichtungen und beteiligen sich an Bildungsverbünden im Bezirk.

Das Projekt kooperiert eng mit Kindertagesstätten, Grundschulen, Familienzentren, Beratungsdiensten und der kommunalen Jugend- und Gesundheitshilfe, insbesondere dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst.

Aufgrund der Entwicklung des erfolgreichen Modellprojektes in Neukölln und unserer langjährigen Erfahrung aus der praktischen Arbeit mit Stadtteilmüttern, haben wir ab 2020 im Rahmen des neu geschaffenen Landesprogramms Stadtteilmütter die Qualifizierung neuer Stadtteilmütter sowie die Beratung der Träger von Stadtteilmütterprojekten in den Bezirken Lichtenberg, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick übertragen bekommen. Mit den beiden anderen erfahrenen Diakonieträgern von Stadtteilmütterprojekten in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte arbeiten wir in einem Fachverbund eng zusammen, haben das urheberrechtlich geschützte Curriculum aktualisiert und koordinieren die Fortbildungsangebote für das Landesprogramm.

Projektziele der Stadtteilmütter in Neukölln

  • Förderung der Integration von Familien mit Migrationserfahrungen durch Stärkung der Erziehungskompetenz
  • Vermittlung konkreter Hilfen und Informationen für Familien im Bezirk
  • Stärkung der Zusammenarbeit von Eltern und Bildungseinrichtungen
  • Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe
  • Qualifizierung und Förderung erwerbsloser Migrantinnen

Grundsätze der Arbeit

Unsere Arbeit gründet auf Respekt und Wertschätzung für die unterschiedlichen Lebenswelten und Lebensentwürfe der Familien. Das Projekt verfolgt einen partizipativen Ansatz, der auf den Ressourcen und Stärken der Eltern aufbaut. Die Besuche sind kostenlos und richten sich an interessierte Mütter / Eltern, unabhängig von Konfession und Nationalität.

Stadtteilmütter werden für unterschiedliche kulturelle und religiöse Lebensweisen sensibilisiert – unter anderem in Workshops wie „Berlin Makes Hummus Not Walls“ zur Reflexion und Vermittlung des israelisch-palästinensischen Konflikts (in Kooperation mit dem Verein Transaidency).

Themen der Stadtteilmütter

  • Entwicklung von Kindern zwischen 0 und 6 Jahren
  • Erziehung / Rechte des Kindes
  • Sprachförderung
  • Kindertagesstätten / Schulsystem
  • Gesunde Ernährung
  • Motorische Entwicklung / Sport und Bewegung
  • Sexualentwicklung / Geschlechterrollen
  • Suchtvorbeugung
  • Umgang mit Medien
  • Verhütung von Kinderunfällen

Informationen zu weiteren Angeboten sind auf dem Berliner Familienportal zu finden.

Foto © Bezirksamt Neukölln/Tan


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