Gemeinsam für mehr Vielfalt: Unser Gartenprojekt in der Lipschitzallee

Das Gelände am Zentrum Dreieinigkeit ist ein Ort der Begegnung. Um diesen Raum noch lebendiger und wertvoller für Mensch und Natur zu machen, haben wir in den vergangenen Monaten weitreichende Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt. Wo früher ungenutzte Flächen waren, blüht nun das Leben.
Ein Garten, der alle Sinne berührt

Unser Ziel war es, dem Artensterben aktiv entgegenzuwirken und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für unsere Bewohnenden und Gäste zu steigern. Durch die Vielfalt an Pflanzen sind neue Nahrungsquellen und Nistplätze entstanden. Besonders für Menschen mit Einschränkungen bietet der neu gestaltete Garten nun wertvolle Impulse: Farbenfrohe Beete, das Summen der Insekten und das Zwitschern der Vögel schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Anregung.

Rückblick: So haben wir das Projekt umgesetzt

Die Umgestaltung war ein echtes Gemeinschaftswerk zwischen der Evangelischen Dreieinigkeitskirchengemeinde und dem Diakoniewerk Simeon. Besonders stolz macht uns, dass viele helfende Hände mit angepackt haben. Auch besonderes schön war die Beteiligung der Bewohnenden unseres Wohnstättenwerkes, die mit viel Freude beim Bepflanzen der Beete geholfen und so ihren eigenen Lebensraum aktiv mitgestaltet haben.

Zusammen mit der Kirchengemeinde, Ehrenamtlichen und einer regionalen Baumschule haben wir folgende Maßnahmen erfolgreich abgeschlossen:

  • Naturnaher Vorgarten: Wir haben Wildstauden und Solitärsträucher gepflanzt, die optimal an die Lichtverhältnisse vor Ort angepasst sind.
  • Lebendige Wiesen & Säume: In der Senke und vor dem Hilde-Heinemann-Haus sind artenreiche Wildblumen- und Kräuterwiesen entstanden.
  • Schutzräume schaffen: Wir haben Benjeshecken aus Schnittgut angelegt und Totholzstapel aufgeschichtet, um Kleintieren und Insekten einen sicheren Rückzugsort zu bieten.
  • Nisthilfen aus Eigenproduktion: Gemeinsam mit Bewohnenden im Beschäftigungs- und Förderbereich wurden Insektenhotels sowie Vogel- und Fledermausquartiere gebaut und fachgerecht montiert.
  • Nachhaltige Pflege: Um die Artenvielfalt zu erhalten, haben wir die Mahd auf den großen Flächen reduziert. Nur die zentralen Nutzflächen am Gemeindehaus werden weiterhin regelmäßig gepflegt.
  • Unsere neuen „Mitarbeitenden“: Die Pflanzenliste
Unsere neuen „Mitarbeitenden“: Die Pflanzenliste

Wir haben bewusst Arten gewählt, die teilweise selten geworden sind oder als spezifische Futterpflanzen für bedrohte Insekten dienen.

Unsere grüne Vielfalt im Detail

Damit unser Garten an der Lipschitzallee zu jeder Jahreszeit ökologisch wertvoll ist, haben wir eine große Vielfalt an heimischen Pflanzen ausgewählt. Hier finden Sie alle Arten, die wir gemeinsam gepflanzt haben:

Die Hecke

Für unsere Hecke haben wir robuste Sträucher gewählt, die Vögeln Schutz und Nahrung bieten. Dazu gehören der Schwarzdorn (Prunus spinosa), der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna) und die Echte Felsenbirne (Amelanchier rotundifolia). Ergänzt wird die Auswahl durch die Kornelkirsche (Cornus mas), den Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), Kreuzdorn (Rhamnus cathartica), den Roten Hartriegel (Cornus sanguinea) sowie den Faulbaum (Rhamnus frangula).

Die Wildblumenwiese

In unseren Wiesenbereichen blüht eine bunte Mischung, die besonders viele Insekten anlockt. Hier wachsen neben einer weiteren Kornelkirsche (Cornus mas) und dem Apfelbaum 'Holsteiner Cox' (Malus 'Holsteiner Cox') zahlreiche Kräuter: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium), die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), das Echte Labkraut (Galium verum), der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und das Echte Seifenkraut (Saponaria officinalis). Hinzu kommen die Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca), die Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea ssp. virgaurea), der Heilende Ziest (Betonica officinalis), der Purpurblühende Klee (Trifolium rubens) und der Langblättrige Ehrenpreis (Veronica longifolia).

Die Leitungslaube

An der Leitungslaube sorgt der Herbstapfel 'Gravensteiner' (Malus 'Gravensteiner') für Erntefreude. Begleitet wird er von einer vielfältigen Staudenmischung aus der Berg-Aster (Aster amellus), Steinquendel (Calamintha nepeta ssp. nepeta), der Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum), dem Flachblatt-Mannstreu (Eryngium planum) und der Gewöhnlichen Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris). Zudem finden sich dort das Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris), die Straußblütige Wucherblume (Tanacetum corymbosum), der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis), der Breitblättrige Thymian (Thymus pulegioides) und eine weitere Gruppe des Langblättrigen Ehrenpreises (Veronica longifolia).

Der Hügel

Der Hügel besticht durch Struktur und späte Blühakzente. Hier gedeihen die Gold-Aster (Aster linosyris), die wilde Hundsrose (Rosa canina), der Echte Eibisch (Althaea officinalis), die Kleine Margerite (Leucanthemum vulgare) und der Klebrige Salbei (Salvia glutinosa).

 

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