Aus christlicher Verantwortung für Mensch und Umwelt
„Um unseren diakonischen Auftrag zu erfüllen, handeln wir für und mit den Menschen nachhaltig.“ Dieser Leitsatz ist für uns kein Lippenbekenntnis – er ist unser täglicher Anspruch.
Uns geht es nicht nur um verantwortliches Handeln im Hier und Jetzt, sondern auch darum, einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung unserer Lebensgrundlagen und zur Zukunftsfähigkeit unserer Welt zu leisten. Christliche Werte wie Verantwortung, Gemeinschaft und Achtung vor allem Leben sind unser Kompass.
Unsere drei Dimensionen der Nachhaltigkeit:
Ressourcen schonen, Energie sparen, Klima schützen. Unser Umweltengagement zeigt sich in zahlreichen Maßnahmen:
Elektrifizierung des Fuhrparks: Bereits 10 Prozent unserer Fahrzeuge sind elektrisch – das reduziert CO₂-Emissionen und verbessert die Luftqualität.
Solaranlagen und Ladesäulen: Eigene nachhaltige Energieerzeugung, die den Verbrauch fossiler Energieträger senkt und gleich für den Betrieb der Ladesäulen genutzt wird.
Nachhaltiges Bauen: Neue Bauprojekte berücksichtigen ökologische Baustandards und energieeffiziente Konzepte.
LED-Beleuchtung: Schrittweise Umstellung auf energiesparende LED-Technik senkt den Stromverbrauch deutlich.
Regelmäßige Energieaudits: Überprüfung des Energieverbrauchs mit konkreten Umsetzungsempfehlungen für weitere Einsparungen.
Wir agieren sozial gerecht – Für Mitarbeitende, Klient*innen und unsere Gesellschaft: Als gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen spielt die soziale Verantwortung eine zentrale Rolle. Durch unsere tägliche Arbeit tragen wir zur sozialen Gerechtigkeit bei. Wir ermöglichen einen gleichberechtigten Zugang zu sozialen Dienstleistungen wie Beratungen und Begegnungsangebote. Durch unsere Arbeit fördern wir Selbstbestimmung und Inklusion und tragen dazu bei, Ausgrenzung und Diskriminierung zu bekämpfen.
Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit beziehen wir unsere Mitarbeitenden ein:
Gründung des Nachhaltigkeitsbeirats: Ein Beratungsgremium, in dem Mitarbeitende aus allen Fachbereichen vertreten sind, um Ideen, Anliegen und Verbesserungsvorschläge rund um Nachhaltigkeit einzubringen und gemeinsam umzusetzen. So fördern wir eine mitgestaltende Unternehmenskultur.
Mitarbeitenden-Umfragen: Wir holen aktiv Feedback ein, um die Bedürfnisse im Hinblick auf Nachhaltigkeit unserer Beschäftigten besser zu verstehen und unsere nachhaltigen Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.Jobticket: Wir fördern umweltfreundliche Mobilität durch vergünstigte ÖPNV-Tickets wie das Deutschland Ticket.
Engagement für familienfreundliche Arbeitsbedingungen: Wir streben die Auszeichnung mit einem Familienorientierungs-Gütesiegel an, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Außerdem können Mitarbeitende mit einem ZeitWertKonto Teile ihres laufenden Gehaltes und Überstunden ansparen und sich von dem angesparten Guthaben eine Auszeit, wie ein Sabbatical oder einen vorzeitigen Ruhestand, finanzieren.
Betriebliches Gesundheitsmanagement: Zentraler Bestandteil sozialer Nachhaltigkeit sind auch unsere Angebote und Programme zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit unserer Mitarbeitenden.
Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns, verantwortungsvoll und verlässlich zu handeln:
Nachhaltigkeitsbeauftragte: Einrichtung einer zentralen Stelle zur Koordination und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie im Werk.
Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz: Austausch von Best Practices mit anderen Organisationen zur Verstärkung unseres Engagements für Klimaschutz.
Nachhaltigkeitsbroschüre mit Handlungsempfehlungen: Praktische Tipps für Mitarbeitende, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann.
Als Orientierung dienen uns die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs). Mit unserer täglichen Arbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung vieler dieser Nachhaltigkeitsziele in Deutschland.
Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen – Unsere Mitarbeitenden machen den Unterschied
In der Diakonie-Station Zeuthen wird unter anderem Recyclingpapier verwendet, Fehldrucke dienen als Notizzettel und auf Farbdrucke wird meist verzichtet.
Im Erich-Raddatz-Haus finden regelmäßig Flohmärkte statt, bei denen Second-Hand-Kleidung verkauft wird. Die Erlöse kommen etwa der Obdachlosenhilfe oder der Tee- und Wärmestube Neukölln zugute. Außerdem repariert die Nähstube Kleidung der Bewohnenden oder näht aus Spenden praktische Taschen und Accessoires – so bekommt Aussortiertes ein zweites Leben.
Zusammen mit Kirchengemeinde und Wohnstättenwerk entstehen im naturnahen Garten am Zentrum Dreieinigkeit Blühwiesen, Wildstaudenflächen und Benjeshecken. So wird ein wertvoller Lebensraum für rund 300 Insekten- und Vogelarten geschaffen – Naturschutz direkt vor der Haustür.
Der Klimawandel schreitet spürbar voran – mit längeren Hitzeperioden und immer häufigeren Extremwetterereignissen. Diese Veränderungen stellen uns alle vor neue Herausforderungen. Besonders betroffen sind jedoch die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind: unsere Bewohner*innen. Aufgrund ihres Alters, gesundheitlicher Einschränkungen oder sozialer Umstände können sie sich oft nur eingeschränkt an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen.
Umso wichtiger ist es uns, unsere Einrichtungen so zu gestalten, dass sie auch in Zukunft sichere, gesunde und angenehme Lebensorte bleiben.
Am Standort Buckower Damm 31–31a wird deshalb im Projektzeitraum vom 01.11.2025 bis 31.10.2026 ein Klimaanpassungskonzept entwickelt. Dieses wird über den Fördertopf „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages finanziert.
Die Fördersumme beträgt 41.558 Euro, der Eigenanteil 5.500 Euro. Ziel des Projekts ist es, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um unsere Pflegeeinrichtungen – das Haus Simeon und das Hermann-Radtke-Haus – klimaresilient zu machen.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend auch auf unsere weiteren rund 90 Standorte übertragen werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Hitzeschutzplänen, damit sich unsere Bewohner*innen und Mitarbeitenden auch in Zukunft in unseren Häusern wohl und sicher fühlen können.
Das Diakoniewerk Simeon erreicht eine große Vielfalt an Menschen durch seine vielfältigen Angebote. Um dieses Spektrum auch im Nachhaltigkeitsbeirat abzubilden, sind stets zwei Vertreter*innen aus Tochtergesellschaften oder Fachbereichen vertreten. Der Beirat trifft sich in der Regel einmal pro Quartal.
Aufgaben des Nachhaltigkeitsbeirats
Beratung und Unterstützung der Geschäftsleitung bei Entscheidungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.
Entwicklung von Handlungs- und Beschlussempfehlungen zur nachhaltigen Unternehmenspraxis und Öffentlichkeitsarbeit.
Überwachung der Nachhaltigkeitsaktivitäten und Fortschritte im Gesamtwerk.
Implementierung von Nachhaltigkeit auf allen Ebenen und Einbindung aller Akteur*innen.
Kontakt Nachhaltigkeitsbeirat: nachhaltigkeitsbeirat@diakoniewerk-simeon.de
Ihre Ansprechpartnerin für Nachhaltigkeit
Anne Kelsch, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats, beschäftigt sich seit ihrem Meteorologiestudium 2006 intensiv mit den Herausforderungen des Klimawandels. Mit langjähriger Erfahrung und großem Engagement setzt sie sich für mehr Nachhaltigkeit im Diakoniewerk Simeon ein.
Frau Kelsch freut sich über Anregungen, Best-Practice-Beispiele und Wünsche zu ökologischen, sozialen oder wirtschaftlichen Themen aus dem Werk. Sie ist montags bis freitags von 9-14 Uhr erreichbar.