Eröffnung in der Juliusstraße - Ein Haus für gelebte Teilhabe in Neukölln
Berlin, 02. Oktober 2026 - Mit einem Fest für Nachbar*innen, Bewohnende sowie Vertreter*innen aus Politik, Sozialarbeit und Kirche hat das Diakoniewerk Simeon heute sein innovatives Wohnprojekt in der Juliusstraße 44-45 in Berlin-Neukölln offiziell eröffnet. Der Neubau bringt Wohnen und Betreuung für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie für Kinder und Jugendliche unter einem Dach zusammen - ein Leuchtturmprojekt für soziale Integration im Bezirk. Neben den Angeboten der Eingliederungshilfe und Jugendhilfe wurden Wohnungen über den freien Markt sowie Mitarbeitenden-Apartments vermietet.
Nach der Begrüßung durch Dr. Oliver Unglaube, Geschäftsführer des Diakoniewerks Simeon, und dem Segen durch Dr. Christian Nottmeier, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln, richtete u.a. Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln, Grußworte an die Gäst*innen. Im Anschluss hatten alle bei einer Führung die Gelegenheit, das fertiggestellte Gebäude kennenzulernen. Danach klang der Nachmittag bei Grillen und Beisammensein aus.
Das Gebäude bietet nun teils barrierefreien Raum für Betreutes Einzelwohnen, Mutter-Kind-Wohnen, eine Kinderwohngruppe sowie Apartments für Mitarbeitende des Diakoniewerks Simeon und Mieter*innen aus dem Kiez. Im Erdgeschoss ist die Jugendhilfestation Neukölln eingezogen, die ambulante Hilfen zur Erziehung für Familien und junge Menschen im Kiez anbietet. Sie unterstützt, berät und begleitet Eltern und Sorgeberechtigte im Alltag, in Krisen und bei Behördengängen.
Damit entspricht das Projekt den städtebaulichen Leitlinien des Bezirks Neukölln und fügt sich in die langfristige Vision einer inklusiven und sozialen Stadtentwicklung ein.
"Ich freue mich sehr, dieses besondere Haus heute eröffnen zu dürfen. Hier wird sichtbar, was gelebte Teilhabe bedeutet: Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten finden Raum zum Wohnen, für Selbstbestimmung und für Begegnung. Damit steht dieses Haus für mich auch für eine Gesellschaft, in der Vielfalt ihren selbstverständlichen Platz hat", so Dr. Oliver Unglaube.
Mit der Eröffnung ist das Haus nun nicht nur baulich fertiggestellt, sondern vor allem mit Leben gefüllt. Als Ort der Begegnung im Kiez soll es in den kommenden Monaten weiter wachsen - durch gute Nachbarschaft, gemeinsame Aktivitäten und ein Miteinander, das Vielfalt als Selbstverständlichkeit lebt.