Festakt in der Heilig-Kreuz-Kirche würdigt verlässliche Entlastung

 

Berlin, 26. Juni 2026 Die Diakonie Haltestellen in Berlin feiern in diesem Jahr an vielen Standorten ihr 20-jähriges Bestehen. Zentraler Höhepunkt war der Festakt am 25. Juni in der Heilig-Kreuz-Kirche in Kreuzberg.

Auch die Standorte des Diakoniewerks Simeon für Neukölln, Treptow und Tempelhof-Schöneberg blicken auf 20 Jahre zurück. Mit dabei von Anfang an: die Projektleitungen Melanie Herm und Sabine Oldenburg sowie der Freiwillige Frank Ponath. Sie sind seit 2006 Teil der Diakonie Haltestelle.

Gesellschaftliche Teilhabe statt Pflege
Was die Haltestellen auszeichnet, bringen Melanie Herm und Sabine Oldenburg auf den Punkt: „Wir bieten Menschen mit Pflegegrad, besonders Menschen mit Demenz, im Rahmen von Besuchsdiensten oder Gruppenangeboten die Möglichkeit zur Teilhabe, für Aktivitäten und Abwechslung im Alltag. Pflegende Angehörige sind in dieser Zeit entlastet.“

Wichtig ist dabei: Die Haltestellen erbringen keine pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Leistungen. „Wir verstehen uns als Gesellschafter für die Menschen, die wir betreuen“, so Oldenburg. „Dadurch fällt es vielen leichter, unsere Dienste anzunehmen. Oft sind wir ein Türöffner für weitere Angebote aus der Pflege, wenn diese nötig werden.“

49 Freiwillige, feste Bezugspersonen
Neben den beiden Projektleitungen besteht das Team der Diakonie Haltestelle Simeon derzeit aus 49 Freiwilligen. Die Angebote finden kontinuierlich und zuverlässig mit festen Bezugspersonen statt. So können Beziehungen und Vertrauen zwischen Klient*innen, Angehörigen und Freiwilligen wachsen.

Die Freiwilligen schätzen die Begleitung durch Melanie Herm und Sabine Oldenburg – vom Erstgespräch über die Vermittlung bis zu Fortbildungen, Reflexionsgesprächen und Dankeschön-Veranstaltungen. „Unsere Freiwilligen sagen uns immer wieder: Sie geben nicht nur, sie bekommen auch viel zurück“, berichtet Herm. „Ein Dankeschön, Lebensweisheiten oder Einblicke in eine Zeit, die man selbst nicht erlebt hat.“

Wunsch für die Zukunft: Regelfinanzierung statt Jahresanträge
Der Bedarf ist groß. Für die nächsten Jahre wünscht sich das Team, die Arbeit fortsetzen zu können – und dass immer wieder Menschen dazukommen, die sich engagieren wollen. An die Politik richtet das Team einen klaren Wunsch: „Nach 20 Jahren wäre es an der Zeit, von der jährlichen Zuwendungsfinanzierung hin zu einer Regelfinanzierung zu kommen. Das würde unsere Arbeit deutlich erleichtern.“

Begleitet wurde der Festakt von EVAP-Geschäftsführer Andreas Becker, DWBO-Vorständin Dr. Ursula Schoen und Berlins Pflegesenatorin Ina Maria Czyborra. Auch die Ehrenamtlichen Ellen Saftig-Perder und Frank Ponath berichtete aus der Praxis.

Sie brauchen Entlastung oder möchten sich engagieren?
Die Diakonie-Pflege Simeon berät Sie gern zu den Haltestellen in Neukölln, Treptow und Tempelhof-Schöneberg.

 

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